Nach diesem Kapitel werden Sie in der Lage sein zu verstehen, wie Risiken von Medikamenten zu beurteilen sind. Warum die Ergebnisse von Studien oft widersprüchlich und somit für nicht Mediziner nur schwer zu interpretieren sind. Warum aber auch Mediziner es oft schwer haben, die oft widersprüchliche Studienlage zu überblicken und Sie daher nicht blind auf Ihre Ärzte vertrauen sollten, die dazu teils mit dreisten und falschen Behauptungen eine nicht vorhandene Sicherheit bei der medikamentösen Behandlung suggerieren.
Studien und die Interpretation der Ergebnisse sind häufig kontrovers diskutiert. Das kann daran liegen, weil sie von den unterschiedlichen Individuen, die jeweils unterschiedliche Erfahrungen und Wissensstände haben, unterschiedlich interpretiert werden. Aber und darauf möchte ich besonders hinweisen, weil es auch unterschiedliche Motivationen gibt die Ergebnisse zu interpretieren. Ein Pharmakonzern beispielsweise möchte ein Medikament ja möglichst erfolgreich verkaufen und daher ist die Motivation hier natürlich möglichst positive Erkenntnisse aus einer Studie für ein Medikament abzuleiten. Hingegen würden Kritiker eher die negativen Ergebnisse einer Studie hervorheben wollen.
Ich möchte dies anhand von Tabakkonsum verdeutlichen. Rauchen muss nicht zwingend zum Krebs führen. D.h. wenn in einer Studie, Menschen die rauchen viel öfter Krebs bekommen, gibt es immer auch welche die eben keinen Krebs bekommen. Hätte ein Tabakkonzern die Studie finanziert, könnte er geneigt sein das Ergebnis der Studie so zu interpretieren, dass auch lebenslanges Rauchen nicht zum Krebs führt und verschweigen, dass Rauchen das Risiko Krebs zu bekommen erhöht. Glauben Sie nicht? Den Tabakkonzernen waren die schweren Folgen des Rauchens und der starken Abhängigkeit lange bekannt, öffentlich verneinten Sie dazu gefragt jedoch diese Tatsachen noch lange Zeit. Erst wenn man selbst die Studie lesen würde, würde einem auffallen, dass Krebs bei Rauchern deutlich häufiger auftritt als bei Nichtrauchern und gglfs. die Studie so interpretieren, das die Wahrscheinlichkeit Krebs zu bekommen doch deutlich erhöht sei und eher Ausnahmen, die man nicht erklären kann, trotz der ganzen Giftstoffe der westlichen Tabakindustrie, seltenerweise keinen Krebs bekommen.
D.h. die Studienlage in Bezug auf Tabakkonsum war lange Zeit nicht so eindeutig wie heute und so argumentierten z.B. viele Raucher auf die schweren Folgen angesprochen, mit dem anscheinend jedem Raucher bekannten, angeblich sehr alt gewordenen Verwandten, der immer geraucht hat und nie krank wurde. Jeder Raucher schien so einen Opa zu haben, der bis ins hohe Alter top fit, aber zugleich starker Raucher war. Man möchte eben an das positive glauben. Studien hin oder her, heute wissen wir unwiderlegbar um die krebserregenden Eigenschaften des Tabakkonsums (nur bezogen auf den ich nenne es mal Tabak der westlichen Welt).
Ähnlich scheint es sich mit der Gabe von Medikamenten und der Bewertung der Risiken durch Ärzte zu verhalten. Viele Ärzte reden die Nebenwirkungen von Medikamenten oder Operationen klein oder bestreiten gar gänzlich deren Existenz. Dies erfolgt von Ärzten immer gerne dann, wenn es keine eindeutigen Belege hierfür gibt, d.h. die Studienlage aufgrund der schwere des Nachweises der kausalen Zusammenhänge lediglich Hinweise, aber eben keine klaren Beweise liefert. Andererseits scheint oft auch schlichte Unwissenheit über schwere Folgen ein Problem zu sein. Begünstigt wird dies durch das nach wie vor mangelhafte Wissen der westlichen Medizin, um die Gesamtwirkzusammenhänge in unserem Körper.
Auf Deutsch, keiner weiß so genau wie alles in unserem Organismus funktioniert und aufeinander wirkt und ob gesundheitliche Schäden dann ursächlich auf ein Medikament zurückzuführen sind oder eben auf andere Einflüsse. Deshalb können Studien oft nur Hinweise liefern. Also Prozentangaben, um den die Wahrscheinlichkeit steigt, dass bestimmter Nebenwirkungen eintreten werden.
Dies erfolgt in dem in einer großen Anzahl von Personen bestimmte Reaktionen, bei der Gabe bestimmter Wirkstoffe beobachtet werden. Stellt man dann fest, dass sich gewisse gesundheitliche Folgen öfter zeigen als bei Personen die das Medikament nicht einnehmen, so erlangt man Erkenntnisse die eben darauf hinweisen, dass ein Medikament ursächlich dafür verantwortlich sein kann. Der menschliche Organismus und die Individualität jedes einzelnen sind jedoch derart komplex, dass eine eindeutige Beschreibung der kausalen Zusammenhänge oft nicht möglich ist.
Konfrontiert mit den starken Hinweisen auf schwerste Nebenwirkungen der eingesetzten Medikamente, scheinen Ärzte jedoch oft zu wissen, dass diese nicht durch ein Medikament ausgelöst werden können oder diese zumindest, in dem konkreten Fall der Anwendung, nicht relevant oder extrem unwahrscheinlich sind und wiegen Ihre Patienten so in falscher Sicherheit. Mit anderen Worten, geht es um die negativen Folgen der Medikamenteneinnahme scheinen Ärzte die Wirkmechanismen unseres Köpers scheinbar genau zu kennen, da Sie Medikamente oft als sicher einstufen und in rauen Mengen einsetzten.
Es ist aber definitiv Fakt, dass kein Arzt dieser Welt die Wirkmechanismen in unserem Köper zur Gänze kennt. Im Umkehrschluss kann ein Arzt folglich auch niemals behaupten, dass gewisse Hinweise auf Nebenwirkungen unbegründet sind. Leider werden die unklaren Studienergebnisse jedoch häufig als Begründung genutzt, dass Nebenwirkungen nicht zweifelsfrei bewiesen werden können und in Folge dessen leider als Trugschluss interpretiert, dass ein Medikament als sicher gilt oder zumindest die Nebenwirkungen, auf die es Hinweise gibt, als nicht belegt gelten und somit im wissenschaftlichen Sinne von den Medizinern als nicht existent eingestuft werden.
Es gilt hier wohl die in der westlichen Medizin falsch aufgehobene Annahme: Im Zweifelsfall für den Angeklagten (das Medikament) oder anders formuliert, die Unschuldsvermutung gilt so lange bis die Schuld bewiesen wurde. Im juristischen Sinne möchte man hiermit Menschen vor scheren Folgen falscher Entscheidungen bewahren. In der Medizin führt dies jedoch genau zum gegenteiligen Effekt. Hier wird das Medikament (und damit die Gewinne der Pharmakonzerne), statt die Gesundheit der Menschen geschützt.
Ich möchte dies anhand des folgenden Beispiels verdeutlichen.
Sie lesen nun die Aussage von einem Gastroenterologen zu Protonenpumpenhemmer (PPI`s), die so oder in ähnlicher Form auch mir, nach Äußerung meiner Bedenken zur Einnahme dieses Medikamentes, von diversen Ärzten / Apothekern entgegnet wurden.
Zitat: „Bedenkt man, dass ca. 12 % aller Deutschen pro Jahr insgesamt 3,475 Milliarden Tagesdosen an PPI einnehmen und die PPI seit 30 Jahren zur Behandlung magensäurebedingter Erkrankungen verschrieben werden, so müssen PPI zweifelsfrei als sichere Medikamente angesehen werden.“ (Quelle: https://dasgastroenterologieportal.de/Behandlung_mit_PPI_Protonenpumpeninhibitoren.html Stand 05.12.2021)
Nur weil es also viele nehmen und das bereits seit langer Zeit, schließt dieser Arzt also auf deren angeblich zweifelsfreie Sicherheit.
Das ist in Anbetracht der aktuellen Studienlage (zu lesen im Abschnitt zu den PPI`s) und den im Beipackzettel erwähnten, teils schwersten Nebenwirkungen wie z.B. endgültiges Nierenversagen, erstaunlich. An dieser Stelle sei erwähnt, dass die Darstellung der Nebenwirkungen im Beipackzettel, auf die nach bestimmungsgemäßem Gebrauch beobachteten Nebenwirkungen beschränkt ist. Es ist also zweifelsfrei belegt, dass dieses Medikament schwerste Nebenwirkungen bei bestimmungsgemäßen Gebrauch verursachen kann, sonst würde ein Pharmaunternehmen diese Nebenwirkungen nicht in den Beipackzettel aufnehmen. Ich denke das sollte jedem klar sein. Mit anderen Worten, dass Medikament ist keinesfalls zweifelsfrei als sicher einzustufen!
Wie kann es also, in Anbetracht der klaren Beweise (Beipackzettel) und der vielen Hinweise aus Studien und Erfahrungsberichten von Patienten auf schwerste Nebenwirkungen dazu kommen, dass dieses Medikament als zweifelsfrei sicher bezeichnet wird?
Dies verdeutlicht wie Ärzte Hinweise aus Studien bzw. klare Nachweise aus dem Beipackzettel schlicht ignorieren und etwas Anderes behaupten. Problematisch ist dies vor allem, weil viele den Ärzten alles, ohne es zu hinterfragen, glauben (Götter in Weiß). So kommt es regemäßig, wenn ich mit Leuten spreche und sie auf die schweren Folgen hinweise, dass diese ungläubig dreinschauen und mir entgegen: „der Arzt hat doch aber gesagt das ist kein Problem“.
Grundsätzlich scheint es also so, dass Ärzte nur Tatsachen als gegeben akzeptieren, die durch Studienergebnisse eindeutig belegt worden sind. Oder mit anderen Worten, ist etwas nicht klar durch die Wissenschaft bewiesen, wird es oft abgestritten, kleingeredet oder schlicht ignoriert. Im Zweifelsfall für den Angeklagten (das Medikament). Das ist aus meiner Sicht generell ein riesen Problem, da es oft Hinweise auf bestimmte Tatsachen gibt, die aber so lange ignoriert werden, bis sie durch Studien endgültig belegt zu sein scheinen. Und diese Nachweise sind, wie schon erwähnt, aufgrund der mangelnden Kenntnis der westlichen Medizin über die Gesamtwirkzusammenhänge in unserem Körper, oft „noch“ nicht zu erbringen.
Doch nur, weil die Wissenschaft etwas noch nicht bewiesen hat, heißt das ja noch lange nicht, dass etwas falsch ist. Es ist nur schlicht noch nicht bekannt oder endgültig nachgewiesen. Und wenn es klare Hinweise gibt sollten diese ernst genommen und nicht wegdiskutiert werden. Zu den Hinweisen gehören neben denen, die in Studien belegt werden, auch die unzähligen Erfahrungsberichte betroffener Personen. Diese scheinen im Dasein von Studienergebnissen für Ärzte oft nicht ausreichend gewichtet zu werden, was übrigens auch Mediziner teils bemängeln.
Ich möchte dies anhand der Geschichte der Erde verdeutlichen. Jahrhunderte lang galt die Erde als eine Scheibe. Es lagen eben in der Frühzeit der Menschheit keine Erkenntnisse vor, die belegen würden, dass die Erde eine Kugel ist und so wurde es mangels Beweisen von der Kirche abgestritten. Mit voranschreitender Technik verdichteten sich jedoch die Hinweise, dass die Erde womöglich gar keine Scheibe ist. Jedoch wurden diejenigen, die diese Hinweise als erstes erwähnten von der Kirche als Ketzer verfolgt und bestraft (so fühlte ich mich bei manchem Arzt als ich die schweren Nebenwirkungen der Medikamente erwähnte, die sie mir so gerne verschreiben wollten). Erst als die Hinweise zu Beweisen wurden, konnte auch die Kirche nicht mehr leugnen, was die Hinweise schon längst andeuteten, die Erde ist eine „Kugel“.
Ich denke die Aussage hinter diesem Beispiel ist klar. Nur weil etwas nicht bewiesen ist heißt es nicht, dass es nicht stimmt oder das es nicht existiert. Wenn es also klare Hinweise gibt und es um Ihre Gesundheit geht, fragen Sie Ihren Arzt wie er sicherstellen kann, dass Ihnen bei der Einnahme von Medikamenten nicht die gleichen Dinge passieren, wie Sie im Beipackzettel stehen. Wenn er dies könnte, müsste der Beipackzettel doch leer sein, denn dort finden sich ja nur Nebenwirkungen die bei bestimmungsgemäßen Gebrauch auftreten können.
Ein Arzt kann Ihnen das schlichtweg nicht garantieren! Viele werden Ihnen jedoch suggerieren, dass Ihre Jahrelange Erfahrung als Arzt und Ihr doch so großen Wissen als Mediziner doch für sich sprechen. Wie kam es dann jedoch zu den ganzen Nebenwirkungen die sich im Beipackzettel finden? Ein Wiederspruch in sich.
Wie kommt es das PPI`s nur für kurze Zeiträume zugelassen sind? Wenn diese „zweifelsfrei“ sicher sind, wieso sollten sie dann nicht über längere Zeiträume verschrieben werden und so geplagten Reflux Patienten auch dauerhaft helfen. Wie wurden die 8 Wochen im Beipackzettel der PPI`s bestimmt? Gibt es vielleicht doch Langzeitstudien, die allerdings die schweren Nebenwirkungen ab einer bestimmten Dauer der Einnahme belegen würden?
Wenn ja, warum werden Sie dann nicht veröffentlicht? Kann es sein das die Pharmaindustrie nicht daran interessiert ist, weil es den Ruf ihrer ach so unbedenklichen Medikamente und damit die Gewinne schädigen würden?
Wenn nein, warum sind die Pharmaunternehmen dann nicht daran interessiert gewesen dies durch Studien zu belegen. Die sicher belegte und unbedenkliche Dauereinnahme der PPI`s würden die Gewinne der Pharmakonzerne doch exorbitant steigen lassen. Eine Langzeitstudie kostet vielleicht mehrere Millionen €, der Nachweis der unbedenklichen Dauereinnahme würde die Gewinne jedoch um Milliarden € erhöhen. Alleine das Medikament Nexium von AstraZeneca (PPI) hat von 2001 bis 2017 satte 62 Milliarden € Umsatz gebracht. (Quelle: The 15 All-Time Best-Selling Prescription Drugs Stand: December 5, 2017).
Das Interesse der Pharmakonzerne, zu belegen das die Dauereinnahme sicher ist, ist also hoch. Warum gibt es diese Studien dann nicht? Das lässt sich nur dadurch erklären, dass es so scheint als würde sich die sichere Dauereinnahme zum Ärger der Pharmakonzerne einfach nicht belegen lassen wollen. Ganz im Gegenteil weisen ja viele Studien eher darauf hin, dass genau das Gegenteil bei Langzeiteinnahmen der Fall ist.
An dieser Stelle sollte man verstehen, dass Studien nicht gerade günstig sind und diese daher überwiegend von Pharmakonzernen, die über die notwendigen finanziellen Ressourcen verfügen, finanziert werden. Dies hat den einfachen Grund, dass der Einsatz von Medikamenten für bestimmte Wirkungen belegt und gleichzeitig deren Unbedenklichkeit nachgewiesen werden muss, da es ansonsten keine Zulassung geben würde. Daher können die negativen Folgen der Dauereinnahme nicht einfach mal ebenso von jedermann belegt werden, es sei denn der Jedermann ist ein Multimillionär und benötigt sein Geld nicht länger. Da dies i.d.R. nicht so ist bleiben solche Studien oft aus.
Aber Sie haben im letzten Absatz gut aufgepasst und erfreuen sich jetzt an der Tatsache, dass die Pharmakonzerne die Unbedenklichkeit mit Ihren Studien belegen müssen, da es ja sonst keine Zulassung gäbe. Ich muss Sie leider enttäuschen. Ja diese wird auch dann attestiert, wenn schwerste Nebenwirkungen auftreten können! Sie glauben mir nicht? Der Beweis, unter vielen anderen, ist die Zulassung der PPI`s und noch dreister, dass diese sogar frei verkäuflich sind. Nochmals möchte ich hier die schwersten belegten Nebenwirkungen aus dem Beipackzettel, wie endgültiges Nierenversagen, erwähnen und auf die ganzen Hinweise aus Studien im Kapitel zu den PPI`s verweisen.
Lassen sie sich also davon nicht täuschen! Die Pharmalobby hat lediglich gute Arbeit im eigenen Sinne geleistet. Was hier das Wort unbedenklich noch wert ist können Sie für sich selbst entscheiden. Für mich zumindest hat es in diesem Zusammenhang keinerlei Bedeutung mehr und jeder Arzt der mir erzählt die Einnahme sei unbedenklich, bekommt von mir aktuelle Erkenntnisse und eigene Recherchen serviert.
Hier sei noch mal an die Tabakkonzerne erinnert, die bereits (spätestens) Anfang der 90er Jahre durch interne Studien wussten, wie abhängig Nikotin macht. Öffentlich behaupteten Sie jedoch dreister Weise das Gegenteil. Wie sollte man das Gegenteil beweisen? Richtig durch Studien, aber woher das Geld für diese nehmen? Letztendlich sind wir heute alle schlauer und die Tabakkonzerne um Millardengewinne ärmer geworden. Aber ein Fakt ist hier sehr interessant und ebenso auf die Pharmakonzerne übertragbar. Wenn Studienergebnisse nicht das gewünschte Resultat ergeben, werden Sie schlicht nicht veröffentlicht.
Dieses Schicksal wollen Pharmakonzerne Ihren gewinnbringenden Medikamenten natürlich gerne ersparen. Kritikern fehlen oft die finanziellen Möglichkeiten, um Hinweise auf schädliche Nebenwirkungen durch Studien zu belegen. Schaffen Sie es doch einmal, so (und ich formuliere es mal sehr milde) könnten die Pharmakonzerne natürlich gegen Studien finanzieren, die wundersamer Weise zu anderen Ergebnissen führen können.
Für Ärzte scheint es dann aufgrund der unklaren Studienlage schwierig die Ergebnisse richtig zu interpretieren. Wie gesagt es gibt auch Studien die belegen das Lebenslanges Rauchen nicht zwingend zum Tode durch ein Lungenkarzinom (Lungenkrebs) führt. Würden Sie Ihrem Arzt also glauben das Rauchen unbedenklich ist? Wohl eher nicht, aber zum Glück wird Ihnen das heute auch hoffentlich kein Arzt mehr sagen.
Wenn Sie also bei sich schwere Nebenwirkungen von Medikamenten feststellen, so wird jeder Pharmakonzern abstreiten, dass diese auf Ihre Medikamente zurückzuführen sind. Siehe Corona Impfstoffe. Heute weiß man um die schweren Nebenwirkungen, obwohl sie, sowohl von unseren ach so vertrauenswürdigen Politikern, als auch von den Pharmakonzernen heruntergeredet wurden. Wenn Sie nicht gerade ein Multimillionär sind, wird es Ihnen also schwer fallen das zu beweisen. Denn anerkannte Beweise können hier nur durch Studien erbracht werden und diese sind eben kostspielig und langwierig. Ärzte haben lange studiert und wissenschaftliches Arbeiten eingetrichtert bekommen. Ohne Beweise sind für Sie viele Hinweise eben nur Behauptungen die nicht belegt sind und dementsprechend verhalten Sie sich dann auch bei der Medikation Ihrer Patienten.
Ich hoffe Sie erkennen das Ungleichgewicht bei der Produktion von Studienergebnissen. Das Geld haben die Pharmaunternehmen und damit auch mehr Möglichkeiten Studien die in Ihrem Interesse stehen zu finanzieren. Mit anderen Worten, wo kein Kläger da kein Richter, nur dass das Klagen hier eben Millionen kostet und wenn man Pech hat zaubern die Pharmakonzerne diverse Studien mit anderen Ergebnissen zu Tage, die Sie dann wieder entkräften müssten, viel Erfolg!
Folgendes Beispiel soll dies ein wenig verdeutlichen. Eine Analogie hierzu sind Sachverständigengutachten vor unseren Gerichten in Deutschland.
Eines Tages wurde über Nacht in mein Auto eingebrochen. Am nächsten Morgen stellte die Polizei eindeutig fest, dass es sich aufgrund der Spuren am Heckklappenschloss um einen Einbruch handelt. Die Versicherung hingegen schickte einen Gutachter der, wie auch immer, zu dem Schluss kam, dass keine Einbruchsspuren zu erkennen sind. Eine Tatsache, ein Sachverhalt aber 2 völlig unterschiedliche Interpretationen.
Man könnte glatt denken, dass der Sachverständige der Versicherung nicht objektiv, sondern im Sinne seines Auftraggebers geurteilt hat. Noch klarer wurde dies, als wir die Versicherung verklagt hatten. Sie wollten nicht vor Gericht und zahlten die volle Summe plötzlich ohne Urteil aus (es gab auch kein Einigungsverfahren oder sonstige Absprachen). Wenn Ihr Sachverständiger sich doch so sicher war, wieso haben Sie dann nicht von einem Gericht entscheiden lassen, dass kein Einbruch vorlag? Es hätte der Versicherung doch viel Geld erspart. Die Antwort auf diese Frage überlasse ich Ihnen.
Ok da geht es um Sachschäden. Jeder weiß das Versicherungen einiges unternehmen, um eine Auszahlung zu verhindern. Aber in der Medizin geht es um Gesundheit von Menschen. Hier wird ein solches Verhalten sicher nicht toleriert.
Ich muss Sie enttäuschen. Dies habe ich bei meinem Vater erlebt, der aufgrund von Folgeschäden seiner Arbeit diverse Gesundheitsschäden erlitt. Die Versicherungen sollten in diesen Fällen zahlen, das ist klar geregelt. Aber weisen Sie mal nach, dass z.B. seine Rückenbeschwerden aufgrund Jahrzehnte langen Hebens schwerer Lasten auf der Arbeit ohne Hilfsmittel entstanden sind. Für die Ärzte meines Vaters war dies klar ersichtlich. Für die Ärzte der Versicherungen war es das eben nicht.
Ein Sachverhalt der aber unterschiedlich interpretiert wurde. Ein Schelm wer denkt das der sachverständige Arzt der Versicherung, der die Gegengutachten erstellte, hier nicht objektiv, sondern im Interesse seines Auftraggebers, der Versicherung, gehandelt hat. Es folgten jahrelange Klageverfahren mit diversen Gutachten und ständigen Gegengutachten der Versicherung. Schlussendlich erhielt mein Vater vor Gericht sein Recht und somit seine Rente von der Berufsgenossenschaft.
Das Beispiel verdeutlicht worauf ich mal wieder hinaus möchte. Man kann gesundheitliche Folgen, die aufgrund von gewissen Ereignissen eintreten und nichts anderes tun Studien, eben so oder so interpretieren. Genauso wie die Ärzte der Versicherungen eben interpretierten, dass es zwar Hinweise darauf gäbe, dass die schweren Rückschäden auf das Jahrzehnte lange Heben schwerer Lasten auf der Arbeit zurückzuführen sei. Genauso interpretierten Sie aber auch, dass nicht klar belegt sei, dass dies auch wirklich die Ursache darstellen würde. Es könnte ja auch andere Ursachen geben, die zu den schweren Rückenschäden geführt hätten.
Wenn es also ständig Studien mit unterschiedlichen Ergebnissen gibt, wie sollen die Ärzte dann wissen was wirklich stimmt? Zum Schutz der Ärzte und das möchte ich an dieser Stelle auch betonen sei erwähnt, dass Sie auch einfach nicht die Zeit haben, neben Ihrem Ganztagsjob als Arzt auch noch den Job eines Medizinjournalisten zu verrichten und sich durch etliche Studien zu etlichen Medikamenten zu lesen, um immer auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft zu bleiben und ggfls. zu anderen Interpretationen zu Medikamenten, deren Wirksamkeit und deren Nebenwirkungen zu kommen als die „Experten“ der Pharmaindustrie.
Aber keine Sorge, Pharmaunternehmen wissen um diesen Umstand und schicken selbstlos Vertriebsleute in die Praxen der Ärzte und Informieren Sie daher gerne über neue Medikamente und deren Erfolge bei der Behandlung von Krankheiten. Na na na, nicht schon wieder Böses dabei denken. Die Vertriebsleute die Ihr Geld damit verdienen, wenn Sie ein Medikament im Auftrag der Pharmaindustrie erfolgreich an den Arzt bringen, was den Pharmaunternehmen neue Gewinne sichert, werden selbstverständlich objektiv auch über die schlimmen Nebenwirkungen informieren und zugleich die Erfolge auch nicht überbewerten, auch wenn es dann vielleicht weniger Geld am Ende des Monats bedeuten würde, weil der Arzt sich gegen die Verschreibung entscheiden könnte. Da ist die Maschinerie der Pharmaunternehmen natürlich selbstlos und nur im Sinne der Patienten eingestellt, oder vermuten Sie hier etwa was Anderes?
Ich schon, aber das ist ja nur meine Meinung, daher habe ich nun selbst recherchiert und komme ständig zu einer anderen Beurteilung der Gefährdungssituation durch Nebenwirkungen als Ärzte es mir entgegnen. Entkräften können Sie meine Argumente aber auch nicht!
Aber Ärzte können es mir einfach nicht gleichtun. Alleine die Recherchen und das lesen diverser Studien, nur zu den von mir hier beschrieben Medikamenten, hat sehr lange gedauert. Ein Arzt verschreibt ja aber nicht nur diese Medikamente, sondern zahlreiche weitere. So wird klar, dass Sie selbst nicht in dieser Tiefe recherchieren können, alleine schon aus zeitlichen Gründen heraus ist dies schier unmöglich.
Ein weites mir oft entgegnetes Argument vieler Ärzte ist, dass Sie lieber PPI`s verschreiben und die bekannten Risiken der Nebenwirkungen in Kauf nehmen, um Ihre Patienten vor noch schwereren Folgen zu bewahren. So auch bei mir geschehen.
Mit meiner Speiseröhrenentzündung 2. Grades wurde mir schlicht entgegnet, dass die Nebenwirkungen der PPI`s immer noch besser wären, als ein Karzinom (Krebs) in der Speiseröhre, wenn Magensaft weiter meine Speiseröhre angreifen würde. Also solle ich doch endlich vernünftig werden und die PPI`s zu meinem eigenen Schutz einnehmen, bevor noch schlimmeres geschehe.
Eigentlich eine nachvollziehbare Aussage der Ärzte, sie wollen mir schlimmeres Leid ersparen. Der Haken an der Geschichte ist jedoch, dass es weitaus risikoärmere Behandlungsmöglichkeiten gibt, um meine Speiseröhre vor schweren Folgen zu bewahren, wie Sie später erfahren werden. Warum nur wurden mir diese von den Ärzten nicht empfohlen? Dazu wären Sie auch noch weit kostengünstiger als die verschriebenen Medikamente. Wieso wissen die Ärzte nichts davon oder verschweigen es mir?
Wieso bekomme ich Medikamente verschrieben, wo es keiner medikamentösen Behandlung bedarf. Wo eine nicht medikamentöse Behandlung sogar noch zu einem Bruchteil der Kosten durchgeführt werden könnte? Wo die Alternativen die ich recherchierte entweder deutlich weniger Nebenwirkungen hätten oder gänzlich keine? Diese Frage möchte ich an dieser Stelle unbeantwortet lassen, da ich keine Spekulationen zu der Gewinnabsicht einiger Beteiligter in dem Gesundheitswesen aufstellen möchte. Das würde ein eigenes Buch füllen und ist hier nicht das Thema.
Seien Sie also ruhig misstrauisch, wenn Studien von Pharmakonzernen finanziert wurden, die natürlich eigene Interessen verfolgen. Informieren Sie sich ausnahmslos über alle Medikamente die Sie nehmen sollen und sprechen Sie Ihren Arzt auf das erlangte Wissen an. Dies gilt nicht nur für das Thema Sodbrennen! Beziehen Sie auch Erfahrungsberichte mit in Ihre Recherchen ein, die oft erste Hinweise in Richtungen liefern, an die Sie vielleicht bei Suche nach Studien nicht denken würden, sich aber oft als nicht ganz unberechtigt herausstellen.
Ps. Nahezu alle Studien sind auf Englisch. Wenn Sie der Sprache nicht mächtig sind, kein Problem, nutzen Sie einfach Deepl (https://www.deepl.com/de/translator). Einfach gesamten Studientext einkopieren und auf Deutsch lesen. Auch die Übersetzungsfunktion z.B. im Google Browser, zu erreichen über einen Rechtsklick mit der Maus auf den zu übersetzenden Text funktioniert derweil erstaunlich gut. Also scheuen Sie sich nicht auch selbst ein wenig in den Originalstudien zu recherchieren ;)
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