Vitamin D (in Bearbeitung Stand 31.01.2024)

Hier werde ich aufzeigen, welche wissenschaftlich basierten Daten dafür sprechen Vitamin D zu supplementieren und warum die Mengen, die uns so geläufig von den Medien und amtlichen Stellen, wie z.B. der DGE, als ausreichend suggeriert werden, viel zu niedrig angesetzt sind. 

 

Welchen Bedarf haben wir:

Ich möchte hier keinen individuellen Bedarf angeben, sondern werde hier Studienergebnisse erklären, so dass jeder sich selbst ein Bild machen kann, wie hoch er seinen Vitamin D Spiegel setzen möchte.

Ich selbst strebe einen Vitamin D Spiegel von min. 80 ng/ml bis 100 ng/ml an, den ich mit ungefähr 10.000 IE pro Tag erreichen kann.

Vitamin D wird noch in anderen Einheiten gemessen:

- So beträgt 1 ng/ml =  2,5 nmol/L.

Bei Nahrungsergänzungsmitteln wird die Dosierung zumeist in IE oder Mikrogramm angegeben:

- So beträgt 1 mcg (oder auch µg= 40 IE (IE= Internationale Einheiten oder auch IU = International Units)

 

Der Einfluss von Vitamin D auf die Knochengesundheit:

In einer Studie mit dem Namen:  "Effect of four monthly oral vitamin D3 (cholecalciferol) supplementation on fractures and mortality in men and women living in the community: randomised double blind controlled trial" wurde u.a. aufgezeigt, welchen Einfluss der Vitamin D Spiegel auf unsere Knochengesundheit zu haben scheint. 

 

Dieses Bild zeigt, dass in der o.a. Studie 1.345 Teilnehmer mit Vitamin D supplementiert wurden und 1.341 ein Placebo erhielten.

Der Vitamin D Spiegel in der Placebo Gruppe lag im Schnitt bei 21 ng/ml. Durch die Supplementierung mit Vitamin D wurde der Vitamin D Spiegel in der Vitamin D Gruppe im Schnitt auf 29 ng/ml angehoben.

Die rote Linie zeigt die Wahrscheinlichkeit für Frakturen in der Vitamin D Gruppe und die gestrichelte Linie in der Placebo Gruppe.

Zusammenfassend wurde festgestellt, das alleine die Erhöhung des Vitamin D Spiegels von 21 auf 29 ng/ml im Blut die Wahrscheinlichkeit für Frakturen um 33 % reduzierte. Es scheint hier also einen Zusammenhang zwischen dem Vitamin D Spiegel im Blut und der Knochengesundheit zu bestehen.

Was wäre wenn die Studie nicht über 60 Monate sondern länger angedauert hätte? Was wäre wenn die Vitamin D Gruppe einen höheren Vitamin D Spiegel gehabt hätte? Würden die Ergebnisse dann noch deutlicher ausfallen? Dazu später mehr.

 

Was uns der Parathormon Spiegel über die Knochengesundheit verrät: 

In einer Studie mit dem Namen "Prevalence of Vitamin D Inadequacy among Postmenopausal North American Women Receiving Osteoporosis Therapy" konnte der Zusammenhang zwischen dem Vitamin D Spiegel und dem Parathormon Spiegel aufgezeigt werden. Warum das so interessant ist? Das Parathormon ist für die Regulierung des Kalziumspiegels im Blutplasma verantwortlich. Wird zu wenig Kalzium über die Nahrung aufgenommen oder besteht bei ausreichender Kalziumzufuhr über die Nahrung, ein zu geringer Vitamin D Spiegel im Serum, dann kann sich der Körper nicht mit ausreichend Kalzium aus der Nahrung versorgen, da Vitamin D benötigt wird, um das Kalzium aus dem Darm aufzunehmen. In diesem Zustand wirft der Körper also einen Regulationsmechanismus an, um wieder genügend Kalzium in das Blut zu bekommen und genau hier kommt das Parathormon ins Spiel.

Das Parathormon greift bei zu geringen Kalziumwerten im Blutplasma auf die Kalziumreserven in den Knochen zurück. D.h. es entzieht den Knochen Kalzium, um den Kalziumspiegel im Blutplasma zu stabilisieren. Die Folge bei Dauerunterversorgung mit Kalzium oder Vitamin D ist Osteoporose. 

 

Dieses Bild aus der o.a. Studie zeigt, das der Parathormon Spiegel (vertikale Achse) sinkt, wenn der Vitamin D Spiegel (horizontale Achse) steigt. Je höher also der Vitamin D Spiegel, je niedriger ist der Parathormon Spiegel. 

Das interessante, hier ist klar erkenntlich, dass ab einem Vitamin D Spiegel um die 30 ng/ml, sich der Parathormon Spiegel auf einem gesunden Niveau einpendelt und bei Werten darüber hinaus nur noch gering abfällt.

Mit anderen Worten, je niedriger der Vitamin D Spiegel und vor allem, je niedriger dieser unter 30ng/ml liegt, je mehr Kalzium wird aus dem Knochensystem benötigt, je höher ist das Osteoporose Risiko und damit die Wahrscheinlichkeit für Knochenbrüche.

Es gibt noch diverse weitere Studien die diese Zusammenhänge bestätigen und alle zusammen haben gemein, dass immer ab einem Wert von 30 ng/ml Vitamin D die Knochengesundheit gegeben erscheint, bzw. drunterliegende Werte die Wahrscheinlichkeit für Osteoporose erhöhen. Da die Knochengesundheit aber nicht das einzige ist, wofür Vitamin D benötigt wird, möchte ich nicht zu viel auf das Thema Knochengesundheit eingehen und lieber aufzeigen, welche Vorteile ein hoher Vitamin D Spiegel sonst noch mit sich bringt und warum mir persönlich ein Vitamin D Spiegel in Höhe von 30 ng/ml nicht ausreicht.

 

Der Einfluss von Vitamin D bei diversen Zivilisationskrankheiten:

Das Vitamin D nicht nur für die Knochengesundheit eine entscheidende Rolle spielt und warum für mich 30 ng/ml nicht ausreichend sind, möchte ich anhand der folgenden Übersicht verdeutlichen, die ich unter folgendem Link gefunden habe: 

Diagramm des Vitamin-D-Spiegels im Vergleich zu Krankheiten – Grassroots Health Juni 2013 | VitaminDWiki

 

Zunächst einmal handelt es sich bei dieser Grafik nicht um eine einzelne Studie, sondern um eine grafische Zusammenfassung, diverser Erkenntnisse, aus diversen Studien.

Die untere Achse zeigt die Vitamin D Spiegel in ng/ml und die obere Achse zeigt die Werte in einer anderen Maßeinheit, nämlich nmol/L. Der Umrechnungsfaktor von ng/ml zu nmol/L beträgt 2,5. D.h. 1 ng/ml entsprechend 2,5 nmol/L. 

Die Risikominimierung ist bezogen auf einen Vitamin D Spiegel von 10 ng/ml (entspricht der Maßeinheit der unteren Achse).

Anhand des ersten Beispiels in der Grafik = der erste blaue Balken, der die Reduktion für das Auftreten von Diabetes angibt, möchte ich aufzeigen, wie diese Tabelle zu lesen / zu interpretieren ist:

Wenn die Wahrscheinlichkeit Diabetes zu bekommen, bei einem Vitamin D Spiegel von ca. 31 ng/ml (siehe Grafik =etwas undeutlich zu erkennen, bei welchem ng/ml Wert (untere Achse) der blaue Balken anfängt), um 50 % sinkt, dann ist dies verglichen mit einem Spiegel von 10 ng/ml. D.h. ich hab bei einem Vitamin D Spiegel von ca. 31 ng/ml ein 50% niedrigeres Risiko an Diabetes zu erkranken, als wenn mein Vitamin D Spiegel 10 ng/ml betragen würde. Bei ca. 50 ng/ml sinkt die Wahrscheinlichkeit dann schon um 71%, verglichen mit einem Vitamin D Spiegel von 10ng/ml.

 

Die nachfolgenden Beschreibungen der Quellen der einzelnen Werte sind farblich entsprechend der Darstellung in der Grafik codiert und auch in der Reihenfolge, von oben nach unten, wie in der Grafik aufgelistet. Zudem habe ich noch die deutsche Übersetzung der untersuchten Krankheiten hinzugefügt.

Gorham E, et al. 19. Oktober 2011. [Zur Veröffentlichung eingereicht]; = Typ-1-Diabetes 

Munger KL, et al. JAMA 2006 296:2832-8; = Multiple Sklerose

Giovannucci E, et al. Arch Intern Med. 9. Juni 2008 168(11):1174-80; = Herzinfarkt 

Gupta A et al. Am J Respir Crit Care Med 2011, 15. September. [Epub vor Druck]; = Astma

Lowe LC, et al. Eur J Krebs. 2005 Mai 41(8):1164-9; = Brustkrebs

Davies PD, et al. Thorax. 1985 März 40(3):187-90; = aktive Lungentuberkolose

Bischoff-Ferrari HA, et al. JAMA. 2005 May 11 293(18):2257-64; = alle Knochenbrüche zusammen

Burgi AA, et al. J Bone Miner Res. 2011 Okt 26(10):2371-7; = Brüche aufgrund von Belastung

Robinson C, et al. Am J Obstet Gynecol. 2011 Juni; = niedriges Geburtsgewicht

204(6):556.e1-4; Robinson C, et al. Am J Obstet Gynecol. 2010 Okt;203(4):366.e1-6; = Präeklampsie

Cannell JJ, et al. Epidemiol-Infektion. 2006 Dez. 134(6):1129-40; = Grippeepidemie

Forman JP, et al. Hypertonie. 2007 Mai 49(5): 1063-9.; = Bluthochdruck

Holick MF, Drogenalterung. 2007 24(12):1017-29; = Osteoporose

Lappe JM, et al. Bin J Clin Nutr. 2007 Jun 85(6):1586-91; = Brust-, Darm- und Lungenkrebs zusammen

Gorham ED, et al. Bin J Vorheriges Med. 32. März 2007(3):210-6; = Darmkrebs

Mohr S, et al. Bin J Vorheriges Med. 2010 Mär 38(3):296-302; = Bauchspeicheldrüsenkrebs

Mohr SB, et al. Bin J Vorheriges Med. 2011 Jul 41(1):68-74; = Leukämie

Mohr SB, et al.Pancreas. 2010 Jul 39(5):669-74; = Blasenkrebs

Mohr S, et al. Int J Krebs. 1. Dez. 2006 119(11):2705-9; = Nierenkrebs

Mohr SB, et al. Vorheriges Med. 2007 Nov. 45(5):327-31; = Gebärmutterkrebs
Hinweis: Eine helle Schattierung kennzeichnet eine extrapolierte Schätzung. Bildnachweis: Baggerly C, Gorham E, Kim J, Mohr S, Garland C. (Zur Veröffentlichung einzureichen.)

Wenn wir uns nochmal das Osteoporoserisiko anschauen, so wurde in der Studie weiter oben nur die Risikominimierung bis zu einem Vitamin D Spiegel in Höhe von bis zu 29 ng/ml untersucht und schon nach einer Erhöhung von 21 auf 29 ng/ml Vitamin D, eine Risikominimierung von 33 % beschrieben. In den Quellen die für die Grafik genutzt wurden, sind noch höhere Vitamin D Spiegel, nämlich bis zu 45 ng/ml untersucht worden. Dabei sehen wir eine noch höhere Risikominimierung für Knochenbrüche um bis zu 50%. Höhere Spiegel wurden in diesem Zusammenhang nicht untersucht, aber ich würde weiterhin davon ausgehen, dass noch höhere Vitamin D Spiegel, zu noch weniger Risiko für Knochenbrüche führen würden.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass Vitamin D Spiegel bis zu 75 ng/ml nachweislich zu geringeren Risiken, bei diversen Erkrankungen, führen. Jetzt stellt sich für mich die Frage, was wäre passiert, wenn diese Studien nicht nur mit Vitamin D Spiegeln bis zu 75 ng/ml, sondern mit noch höheren Werten durchgeführt würden? Würden die Risiken diverser Erkrankungen zu bekommen weiter sinken? Dafür möchte ich noch eine Grafik zeigen, die dies vielleicht noch ein wenig besser verdeutlicht und ebenfalls unter dem folgenden Link zu finden ist:

Diagramm des Vitamin-D-Spiegels im Vergleich zu Krankheiten – Grassroots Health Juni 2013 | VitaminDWiki

Wir sehen im Grunde genommen die gleichen Daten, nur anders Dargestellt, aber leider nicht für alle o.a. Krankheiten.

Wir sehen in der vertikalen Achse das sinkende Risiko Krankheiten zu bekommen, im Verhältnis zur horizontalen Achse = dem Vitamin D Spiegel. 

Und ich finde man kann sehr schön erkennen, dass mit steigendem Vitamin D Spiegel die Risiken diverse Krankheiten zu entwickeln sinken.

Wieder die Frage, was wäre wenn noch höhere Dosierungen Vitamin D in diesem Zusammenhang untersucht worden wären? Ich gehe davon aus, dass die Risiken weiter sinken würden und finde das Übersichtsbild lässt dies gut erkennen.

Zusammenfassende Erkenntnis zum Thema diverse Krankheiten:

Wir können also festhalten, dass ein Vitamin D Spiegel bis zu 75 ng/ml nachweislich (Studienbasiert) gesundheitliche Vorteile, im Sinne der Risikominimierung für die Entwicklung diversen Krankheiten, bietet. Weiter stellen wir fest, dass ein sinkendes Risiko, bei höheren Vitamin D Spiegeln, für eine Vielzahl von Krankheitsbildern zu beobachten ist. Der Mindestvitamin D Spiegel der anzustreben ist, sollte meiner Meinung nach, aufgrund dieser Erkenntnisse, folglich bei mindestens 75 ng/ml liegen. 

 

Der Zusammenhang von Vitamin D und dem Sterberisiko im Allgemeinen

 

Diese Grafik zeigt die Ergebnisse aus einer Metastudie mit dem Titel: Metaanalyse der Gesamtmortalität gemäß Serum 25-Hydroxyvitamin D

Eine Metastudie analysiert diverse einzelne durchgeführte Studien und versucht daraus Erkenntnisse zu Zusammenhängen zu erkennen.

Die Erkenntnisse sind zwar nur Indikationen und keine sicheren Erkenntnisse wie aus Einzelstudien, aber wenn genügend Einzelstudien Ergebnisse liefern, die in die gleiche Richtung zeigen, so kann man daraus zumindest starke Vermutungen für Zusammenhänge ableiten.

So auch hier geschehen. Es werden verschiedene Studien ausgewertet, die Vitamin D Spiegel, mit dem Risiko einer tödlichen Krankheit zu erliegen, untersuchen. Und es ist sehr deutlich zu erkennen, dass je höher die Vitamin D Spiegel, je niedriger ist das Risiko, zu versterben. 

Dies ist nicht der Nachweis, das ein hoher Vitamin D Spiegel vor Tod z.B. durch Krebs schützt, aber es gibt starke Hinweise darauf, das hohe Vitamin D Spiegel förderlich für ein längeres Leben und folglich auch für weniger Tod durch Krebs sind.

Zusammenfassende Erkenntnis zum Thema Sterberisiko im Allgemeinen

Da einige Risiken sich noch bis zu Werten von 100 ng/ml im Blut reduzieren, könnte man also im Umkehrschluss festhalten, dass es Hinweise darauf gibt, dass auch Vitamin D Spiegel bis zu 100 ng/ml noch zusätzliche gesundheitliche Vorteile mit sich bringen können. 

 

 

Weiteres folgt in Kürze 

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