Therapie mit Medikamenten

Das Problem bei nahezu allen hier beschriebenen Medikamenten ist, dass Sie kurzfristig sehr effektiv zu helfen scheinen und daher sehr beliebt sind und oft verschrieben werden (auch auf dringender Nachfrage der Patienten). Für einen kurzfristigen Einsatz und bestimmungsgemäßen Gebrauch haben sie auch durchaus eine klare Berechtigung und helfen vielen gesundheitliche Probleme zu bekämpfen.

Langfristig führt die Einnahme jedoch häufig zu einer Reihe von schwersten Nebenwirkungen die teils kaum bekannt sind, bzw. von Ärzten am laufenden Band klein geredet werden, so meine persönliche Erfahrung und Eindruck aus meinen Recherchen. Doch keine Sorge, was Ihnen auch empfohlen wurde, ich zeige Ihnen auf den folgenden Seiten warum die Einnahme so problematisch und gefährlich sein kann und aus meiner Sicht über längere Zeiträume definitiv gefährlich ist. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über diese Erkenntnisse.

Bei einigen Wirkstoffen können die Nebenwirkungen jedoch massiv gesenkt werden, wenn ein paar Dinge beachtet werden, worüber ich Sie aufklären möchte. Daher lesen Sie meine Anwenderhinweise um einen möglichst sicheren Gebrauch zu vollziehen. Aber zunächst starten wir mit dem absoluten Gift unter den Medikamenten, den Antazida mit Aluminiumverbindung. Hierzu wird es auch keine Anwenderhinweise von mir geben, da diese Medikamente ausnahmslos zu meiden sind!

Aluminiumhaltige Antazida (Talcid, Riopan und co.) Warnung, nicht nehmen! Schwer gesundheitsschädigend!!!

Aluminiumhaltige Antazida wirken direkt im Bereich des Magens und binden und neutralisieren hier die überschüssige Magensäure. Höchst problematisch ist jedoch die Tatsache, dass Aluminiumverbindungen (in diesem Fall Aluminiumhydroxid) in den Medikamenten zum Einsatz kommen.

U.a. folgende Medikamente arbeiten mit diesem Wirkstoff:

  • Gelusil
  • Kompensan
  • Maaloxan
  • Magaldrat
  • Megalac
  • Almasilat
  • Riopan
  • Simagel
  • Talcid
  • Talidat
  • uvm.

Diverse Ärzte entgegneten mir zu meinen Bedenken zu diesem Wirkstoff, dass die Aluminiumverbindungen aus Antazida nicht in den Blutkreislauf gelangen können, sondern einfach wieder vollständig ausgeschieden werden und daher unschädlich sind.

Dem ist jedoch nachweislich nicht so! Im Magen reagiert Aluminiumhydroxid aus Antazida mit der Magensäure zu Aluminiumchlorid, wovon bis zu 30 % resorbiert werden und in den Blutkreislauf gelangen können (Reinke et al. 2003). Auch im Beipackzettel zu den Antazida mit Aluminium wird darauf hingewiesen, dass sich Aluminium im Nerven- und Knochensystem des Menschen einlagern können.

Aluminium ist unbestritten stark toxisch (giftig) für unseren gesamten Organismus, weshalb die Einnahme absolut zu vermeiden ist.

Nicht umsonst empfiehlt daher nahezu jedes größere Institut Aluminiumverbindungen zu meiden wo es nur geht. Nicht nur in Antazida, das gilt allgemein! Aber Sie wissen ja ohne zweifelsfreie Nachweise aus Studien scheinen Ärzte die Tatsachen nicht anerkennen zu wollen.

Sogar das Bundesministerium für Gesundheit empfiehlt aluminiumhaltige Antazida durch andere Wirkstoffe zu ersetzen und das soll schon was heißen. Auch die Verbraucherzentrale weist im Internet ebenfalls darauf hin, dass eine zu hohe Aufnahme durch Aluminium Nieren, Knochen und Leber schädigen können und empfehlen ebenfalls Aluminium zu vermeiden wo es nur geht. (Stand 09.01.2021 auf den offiziellen Webseiten der Behörden / Institute).

Aufgrund des Mangels an Studien und wissenschaftlichen Belegen zu diesem Thema muss hier auf die wirklich offensichtlichen Hinweise aus Erfahrungsberichten und aktuellen Beobachtungen zurückgegriffen werden, die es zu Haufe gibt. Dazu erhalten Sie nachfolgend die Erkenntnisse anerkannter Spezialisten auf Ihren Gebieten.

 

Tödliche Wirkung von Aluminium

Wenn Aluminium in zu hoher Konzentration im Körper auftritt führt dies unausweichlich zum Tod.  Dies konnte bei Patienten beobachtet werden, die in den 90er Jahren Aluminiumhaltige Implantate eingesetzt bekommen haben. Diese zeigten zunächst neurotoxische Folgeschäden wie Bewusstseinsstörungen und Krämpfe und starben schließlich an der toxischen Belastung durch Aluminium. Selbst der Versuch die Aluminiumbelastung mit Medikamenten zu reduzieren und das Aluminium aus dem Köper auszuleiten scheiterten bei anderen Patienten, die ebenfalls verstarben. Die giftigen Auswirkungen führten auch zu Sprachfindungsstörungen und epileptische Anfällen.  (Quellen: Hantson 1994 / Reusche 2001 / Wisniewski und Sturman 1989, in: Gitelman 1989).

Solch hohe Belastungen sind jedoch allein durch die Antazida in diesem Ausmaß nicht zu erreichen (zumindest nicht kurz oder mittelfristig). Jedoch führt auch die Zuführung kleiner Mengen über lange Zeiträume zu einer Anreicherung von Aluminium im menschlichen Organismus (Quelle: Zumkley et al. 1987). Dies wiederum schädigt Nerven- und andere Zellen in unserem Körper immens. Die Folge ist zwar nicht direkt der Tod, wie in den o.g. Extremfällen, jedoch stehen Aluminiumverbindungen in starkem Verdacht eine ganze Reihe schwerster Erkrankungen auszulösen.

 

Müdigkeitssyndrom / Muskelschmerzen

Aluminium Anreicherung im Köper führt u.a. zum Müdigkeitssyndrom und Muskelschmerzen (Quelle: Professor Romain Gheradi, Neuropathologe und Spezialist auf dem Gebiet der Auswirkungen von Aluminiumeinsätzen in der Impfung).

 

Sprach- und Bewegungsstörungen / Alzheimer

Aluminium Anreicherung im Köper führt u.a. zu starken neurologischen Schäden wie Sprachstörungen, Alzheimer und Bewegungsstörungen, wie bei Dialyse Patienten beobachtet werden konnte, deren Medikamente Aluminiumhydroxid beigesetzt wurden. Diese waren ähnlich zu den heutigen Antazida und wurden nach den Erkenntnissen bei der Dialyse nicht mehr eingesetzt. Die Patienten konnten sich jedoch aufgrund der hohen Konzentrationen nicht mehr von Ihren Schäden erholen. Das Aluminium verblieb im Gehirn und Körper und löste weiterhin schwere Entzündliche Prozesse sowie Gehirnschäden aus. (Quellen: Univ.Prof. Dr. Herwig Holzer, Nierenspezialist / Andre Picout, Biochemiker und Präsident des Institutes TOXICOLOGY-CHEMISTRY ASSOCIATION in Frankreich).

 

Aluminium fördert Krebs und die gefährliche Metastasen Bildung

Brustzellen die In-Vitro (also in Versuchen im Reagenzglas) mit Aluminium in Kontakt kommen verändern sich zu Krebszellen.

Noch schlimmer ist sogar noch, das Aluminium die Metastasen Bildung fördert.

(Quelle: Dr. Philippa Darbre, Aluminium and breast cancer: Sources of exposure, tissue measurements and mechanisms of toxicological actions on breast biology Stand: November, 2013). 

 

Aluminium aus Antazida löst Allergien aus.

Aluminium wird bei Impfungen zur Wirkverstärkung von Impfstoffen eingesetzt. Die Wirkweise dahinter ist nicht bekannt. Wohl aber der Fakt, dass Kinder von Müttern die Aluminium, in Form von Antazida, während der Schwangerschaft einsetzten doppelt so häufig Allergien aufweisen. 

Noch viel interessanter sind jedoch Forschungen die belegen, dass eine Allergie gegen nahezu jeden Wirkstoff erzeugt werden kann, wenn er in Verbindung mit Aluminium dem Körper zugesetzt wird.

(Quelle: Dr. rer. nat. Dr. scient. med. Isabella Pali-Schöll, Ernährungswissenschaften für Komparative Medizin am Messerli Forschungsinstitut in Wien)

 

Protonenpumpenhemmer / Protonenpumpeninhibitoren (PPI) Warnung bei Langzeitgebrauch vor schweren Folgen! Kurzfristig jedoch hilfreich.

Diese Medikamente setzten direkt im Magen bei den Protonenpumpen an, die unsere Magensäure produzieren und hemmen schlicht die Produktion dieser Säure. Dies führt zu einem wenigen sauren Milieu im Magen, was entlastend auf die Schleimhäute wirkt. Kurzfristig können sich so gewisse Reizungen zurückbilden und so erfolgreich behandelt werden. Doch was viele nicht zu wissen scheinen, leider hemmen Sie nicht nur hier, sondern im gesamten Körper, also auch außerhalb des Magens, die Produktion benötigter Säure, was zu diffusen Problemen führen kann.

Folgende Wirkstoffe gibt es:

  • Omeprazol
  • Pantoprazol
  • Esomeprazol
  • Lansoprazol
  • Rabeprazol
  • Dexlansoprazol

Anwendungshinweise / Empfehlung zur möglichst sicheren Verwendung

Ich selbst hatte das Problem, dass mein Magen Darmtrakt derart gereizt war, dass ich zeitweise auf diese Wirkstoffe zurückgreifen musste um eine Linderung herbeizuführen, da auch keine anderen (natürlichen) Wirkstoffe oder Medikamente mehr helfen konnten. Daher verstehe ich Leidensgenossen, die diese Medikamente trotz der nachfolgend erwähnten Risiken einsetzten wollen / müssen.

Zunächst ist zu erwähnen, dass Sie diese Medikamente nicht allzu lange nehmen sollten, sondern immer Zeitweise bis die Beschwerden wie Völlegefühl, Magendruck, Sodbrennen, etc. sich zurückgebildet haben. Dann sollten Sie das Medikament wieder ausschleichen und wieder auf andere Mittel setzten um die Langzeitfolgen möglichst gering zu halten.

Aber besonders wichtig ist, wenn Sie schon Medikamente dieser Wirkstoffgruppe nehmen auf die Hilfsstoffe zu achten. Vermeiden Sie Titandioxid und Aluminium. Titandioxid wird nicht umsonst, aufgrund seiner schweren Nebenwirkungen, in Kürze (Stand 20.01.2022) in der EU verboten werden.

Beispiel: „Pantoprazol BASICS 40 mg“ enthält als Hilfsstoff Titandioxid (E 171)!

Beispiel „Pantoprazol beta“ enthält Chinolingelb = (Aluminiumsalz) (E 104) und Titandioxid (E 171), also finger weg davon!

Von diesen beiden Wirkstoffen mit den Nummern E 104 und E 171 sollten Sie generell die Finger lassen, nicht nur in Ihren Medikamenten!

Auf der Seite von „Shop Apotheke“ finden Sie nützlicher Weise immer die Hilfsstoffe mit angezeigt, siehe wie folgt:

https://www.shop-apotheke.com/arzneimittel/5520856/pantoprazol-ratiopharm-sk-20-mg.htm?campaign=affiliate/awin/883689/&expa=awin&subid=pantoprazol&awc=13808_1642695333_2c31415e599fbcef573f4eafd0d327ab

Prüfen Sie ob Ihr gewähltes Medikament einer dieser Stoffe enthält und wenn ja, ersetzten Sie es durch andere, die diese Stoffe nicht enthalten.

„PANTOPRAZOL-ratiopharm“ oder „Pantoprazol-ADGC“ sind Produkte die weder Titandioxid noch Aluminium enthalten und daher, wenn schon auf das Medikament zurückgegriffen werden muss, zu empfehlen sind.

 

Gesundheitliche Folgen bei Langzeitgebrauch

Überwiegend nicht bestimmungsgemäßer Gebrauch (53-69% der Fälle)

Es gibt eine Menge Studien die Hinweise liefern, dass ca. 53-69 % der verordneten PPI`s nicht bestimmungsgemäß eingesetzt werden. Mit anderen Worten Sie bekommen die Medikamente obwohl die Risiken ggfls. höher sind als ihr nutzen. Weiter führt der nicht bestimmungsgemäße Gebrauch, häufig eine zu lange Einnahmedauer oder falsche Indikation (Feststellung das das Medikament für die vorliegenden Beschwerden geeignet zur Behandlung erscheint, um eine Verbesserung des Gesundheitszustandes herbeizuführen) zur Medikation (Behandlung) mit PPI`s, zu einem immer höheren Risiko an schweren Nebenwirkungen zu erkranken.  

(Quellen: Overprescribing proton pump inhibitors Stand 2008 / Benefits of Proton Pump Inhibitors May Not Justify the Risks for Many Users Stand May 2010 / Overuse of acid suppressant drugs in patients with chronic renal failure Stand: 01 March 2003 / Overuse and inappropriate prescribing of proton pump inhibitors in patients with Clostridium difficile-associated disease Stand: 2008 Apr 14. / Long-term use of acid suppression started inappropriately during hospitalization Stand: 09 May 2005)

 

30 – 50 % höheres Risiko für eine Chronische sowie terminaler Niereninsuffizienz.

Chronische Niereninsuffizienz“ (voranschreitenden Leistungsverlust der Niere) oder „Terminale Niereninsuffizienz“ (endgültiges Versagen der Nieren)

(Quellen: Proton Pump Inhibitor Use and the Risk of Chronic Kidney Disease Stand February 2016) / Proton Pump Inhibitors and Risk of Incident CKD and Progression to ESRD Stand October 2016) / Long-term kidney outcomes among users of proton pump inhibitors without intervening acute kidney injury Stand February 22, 2017)

Jedem sollte klar sein das ein endgültiges Nierenversagen schwerste Folgen haben wird! Aber auch der voranschreitende Verlust der Nierenfunktionen ist äußerst bedenklich in seinen Folgen, die wie folgt auftreten können:

  • Ödeme (Wassereinlagerungen im Gewebe)
  • Bluthochdruck, mit der Gefahr eines Schlaganfalls, eines Herzinfarktes oder eines Lungenödems,
  • Herzschwäche,
  • Herzrhythmusstörungen,
  • Entzündung des Herzbeutels (Perikarditis Herzentzündung),
  • Übersäuerung des Blutes,
  • Blutgerinnungsstörungen mit der Gefahr von Blutungen im Magen-Darm-Trakt,
  • Muskelkrämpfe.

 

Verdacht auf ein 44% erhöhtes Risiko an Demenz zu erkranken.

Das Risiko liegt bei 44 %. Das heißt die Hinweise sind schon ziemlich deutlich.

(Quelle: Association of Proton Pump Inhibitors With Risk of Dementia: A Pharmacoepidemiological Claims Data Analysis Stand 2016 Apr)

Ich habe diverse Diskussionen geführt die bei diesem Beispiel immer in die selbe Sackgasse führten. Es fehle der klare Beweis. Und solange der nicht erbracht ist, ist gerade diese Nebenwirkung durchgehend von allen Ärzten mit denen ich sprach schlicht ignoriert worden. D.h. Sie setzten sich nicht einmal mit der Annahme auseinander, dass es so sein könnte. Es ist für Sie schlicht Fakt, dass diese Nebenwirkung nicht existent ist.

 

Verdacht auf 44 % erhöhtes Risiko für osteoporotische Frakturen (Knochenbrüche wegen Kalziummangels)

PPI`s sorgen aufgrund der reduzierten Magensäureproduktion dafür, dass schlicht nicht genügend Säure vorhanden ist um das Kalzium aus der Nahrung zu verwerten. Die verminderte Aufnahme von Kalzium auf Dauer sorgt dann für die Osteoporose. Gerade bei älteren Patienten kommt es dann häufiger zu Brüchen der Wirbelsäule, der Hüfte, des Oberarmes und des Handgelenkes.

(Quelle:  Proton Pump Inhibitors and Risk of Fractures: A Meta-Analysis of 11 International Studies Stand JUNE 01, 2011) / Proton-pump inhibitors and risk of fractures: an update meta-analysis Stand 13 October 2015, Besonderheit: diese Metastudie basiert auf 39 Basisstudien die in dem o.a. Link eingesehen werden können)

Dem könnte natürlich mit einer gezielten Zufuhr von Kalzium entgegengewirkt werden. Aber nur in Verbindung mit Vitamin D3 und K2. D3 sorgt dafür das das Kalzium in den Blutkreislauf gelangt. Ohne genügend Vitamin K2 jedoch würde es von dort nicht weiter in die Knochen etc. transportiert und sich so derart im Blut anreichern, das die gefürchtete Arteriosklerose (Aterienverkalkung) entstehen kann.

Auch Magnesiummangel wird durch PPI`s begünstigt.

Quellen: Proton-pump inhibitor use is associated with low serum magnesium concentrations Stand: 2013 Jan 16 / Is hypomagnesemia associated with using proton pump inhibitors? Stand: 2016 May 12. / Proton pump inhibitor associated hypomagnasaemia ‐ a cause for concern? Stand:  2016 Jan 25)

 

Zu Geringe Magensäure hemmt allgemein die Aufnahme von Nährstoffen

Allgemein bekannt ist, dass Magensäure benötigt wird um die Aufnahme von Nährstoffen zu ermöglichen. Die Magensäure löst hierbei die Nährstoffe aus der Nahrung. Fehlt die Magensäure oder ist diese zu gering wird die Nährstoffaufnahme stark reduziert. Vitamin B12, D3, Kalzium und Magnesium sind bekannte Beispiele hierfür. Doch der Verdacht liegt nahe, dass auch weitere benötigte Nährstoffe in Ihrer Aufnahme blockiert werden. Hierdurch bilden sich eine Reihe unspezifischer Symptome die eben durch einen Nährstoffmangel ausgelöst werden können. Als ich die Supplementierung von Vitaminen und Nährstoffen begann, verschwand z.B. mein Reizdarmsyndrom gänzlich (Spirulina, Gerstengras, Vitamin D3, K2, Vitamin C, OPC und Vitamin B Komplex). Dies berichteten mir auch andere Patienten die eine Supplementierung begannen. Aber weil es keine Studien gibt und es nur Erfahrungsberichte darstellen, ist dieses Wissen für Ärzte natürlich nicht wissenschaftlich belegt und damit in Ihren Augen nicht existent.

(Quelle: Nutritional Interventions for Gastroesophageal Reflux, Irritable Bowel Syndrome, and Hypochlorhydria: A Case Report Stand: 2016 Aug) 

 

Anzeichen für ein mehr als doppelt so hohen Risiko für Magenkrebs bei Behandlung mit einer Helicobacter-Eradikationstherapie.

Auf Deutsch: Dies ist eine Therapieform zur möglichst vollständigen Beseitigung des Bakteriums Helicobacter pylori bei infizierten Personen. Und wenn diese Therapie angewandt wurde und gleichzeitig langfristig PPI`s eingesetzt wurden, dann erhöhte sich das Risiko an Magenkrebs zu erkranken um das doppelte zum Normalwert.

(Quelle: Long-term proton pump inhibitors and risk of gastric cancer development after treatment for Helicobacter pylori: a population-based study Stand 2017 Oct 31)

 

Fehlbesiedelung des gesamten Magendarmtraktes durch vermindern des Säureschutzes im Magen

Sie äußert sich in Beschwerden wie Völlegefühl nach dem Essen, frühes Sättigungsgefühl, Oberbauchschmerzen, Unwohlsein, Magen- und Herzbrennen und ist mittlerweile unbestritten. Bei der sogenannten funktionellen Dyspepsie, dem Reizmagen, sind keine organischen Ursachen erkennbar. Ich selbst hatte brennender Schmerz im Herzen.  EKG etc. waren unauffällig, aber nach einer Behandlung mit Antibiotika verschwanden diese Beschwerden rasch. Was vom Gastroenterologen als klarer Hinweis darauf gewertet wurde das eine Fehlbesiedelung vorlag.

Erklärbar ist dies dadurch, dass durch die abgesenkte Magensäure auch eine Schutzwirkung dieser verloren geht. Magensäure tötet Bakterien ab die schädlich sind. Fehlt die Magensäure können sich diese im Magen und auch am oberen Ausgang zur Speiseröhre, sowie dem restlichen Magendarmtrakt ansammeln, was zu den diversen o.g. Symptomen führen kann.

 

Dauerhaftes Versagen der säureproduzierenden Drüsen

Dies ist eine Aussage von einem Arzt der mir von Erkenntnissen berichtete, die darauf hinweist, dass die Drüsen durch langfristige Einnahme (10 Jahre und länger) von PPI`s schlicht überbelastet und im Endeffekt zerstört werden können. Ich gebe hier meine Erinnerungen an die Erklärungen wieder wie es dazu kommt.  PPIS vermindern bekanntlich die Säureproduktion. Unser Körper versucht jedoch dagegen anzukämpfen und lässt die Protonenpumpen auf maximaler Leistung laufen, so dass sie wenigstens etwas säure produzieren, um die Nahrung verdauen zu können. Dies führt dazu das die Drüsen nach Langzeiteinnahmen besonders im Alter schlicht Ihre Funktion wegen Überbeanspruchung im Laufe des Lebens vermindern oder gar ganz einstellen. Welche Folgen zu wenig Magensäure hat geht in Richtung Fehlbesiedelung des Magens und auch verminderter Nährstoffaufnahme sowie einem geschwächten Immunsystem insgesamt. Dazu die bekannten Symptome wie Völlegefühl etc.

 

Ein um 23 % insgesamt Erhöhtes Sterberisiko

Beobachtet wurden in dieser Studie die Langzeiteinnahme von über knapp 6 Jahren. Das erhöhte Sterberisiko wurde insgesamt festgestellt, d.h. die Patienten litten eben häufiger an schwersten gesundheitlichen Folgen wie Herzinfarkte Krebs etc. die dann zum Tode führten. Das ist enorm, das ist fast jeder 4. Patient. Was wenn die Studie auf 10 oder gar 20 Jahre erweitert würde. Sie können sich sicherlich denken, dass das Risiko dann entsprechend erhöht würde. Und das ist nur die extremste Nebenwirkung. Sie können sich sicherlich auch vorstellen, dass diverse Nebenwirkungen die schwersten gesundheitlichen Folgen haben ebenfalls auftreten, nur eben nicht immer zum Tode führen. Diese Ergebnisse wurden in einer weiteren Studie bestätigt. Das ist für mich sehr bedenkenswert. 

Nachfolgend zu sehen wie sich das Risiko im Zeitverlauf erhöht (Auszug aus der u.a. Studie). Und siehe da, ab 90 Tagen steigt das Risiko immer schneller an. Dies erklärt vielleicht auch warum die Einnahmedauer nur bis zu 8 Wochen betragen sollte. Danach scheinen die schier unzähligen Nebenwirkungen immer rasanter anzusteigen. Die Grafik geht nur über 2 Jahre. Was wenn sie weitere 2 Jahre fortgesetzt würde?

Gewöhnungseffekte durch PPI`s

Wenn sie die Medikamente längere Zeit einnehmen kann die Wirkung allmählich nachlassen, weil der Köper sich darauf einstellt. Der Köper hat gelernt, wenn er eine Menge X an Magensäure produzieren möchte, dass nur eine Menge Y noch im Magen ankommt. Also produziert er einfach immer mehr Menge X, so dass wieder genug Menge Y im Magen ankommt. Auf Deutsch, unser Körper registriert, dass obwohl beabsichtigt eine gewisse Menge Magensäure im Magen ankommen zu lassen die er daraufhin produziert (Menge X), dieses nicht geschieht. Er registriert also, dass die Menge an Magensäure, die im Magen ankommt, deutlich geringer ist als beabsichtigt (Menge Y).  Also fährt er die Produktion der Magensäure entsprechend hoch, so das trotz Protonenpumpenhemmern wieder genug Magensäure zur Verdauung der Nahrung im Magen ankommt. Wenn Sie das Medikament dann absetzten, werden sie einige Zeit mit einer erhöhten Säureproduktion leben müssen. Dieser Effekt geht nach einigen Tagen oder Wochen, je nachdem wie lange Sie die Einnahme und in welchen Dosen durchgeführt haben, wieder vorüber. In dieser Zeit können Sie mit Alternativen den Überschuss an Säure abfangen, so dass Sie wieder ein normales Niveau, auch während des Ausschleichens der PPI`s erreichen können.  Dieser Effekt tritt unterschiedlich stark und unterschiedlich lange ein. Neben dem Rebound-Effekt (es wird nach absetzten vermehrt Magensäure produziert) ist der Gewöhnungseffekt an sich ebenfalls problematisch, da sie immer mehr Wirkstoff benötigen um den gleichen Effekt zu erreichen.

 

Diverse weitere Nebenwirkungen gemäß Beipackzettel:

  1. Übelkeit
  2. Erbrechen
  3. Durchfall
  4. Verstopfung
  5. Blähungen
  6. Kopfschmerzen
  7. Schwindel
  8. Müdigkeit
  9. allgemeine Schwäche
  10. Schlafstörungen
  11. Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut wie Juckreiz oder Hautausschlag
  12. Erhöhte Blutfettwerte
  13. Blasenbildung der Haut und schnelle Verschlechterung des Allgemeinzustands,
  14. Hauterosionen (einschließlich leichter Blutungen) an Augen, Nase, Mund/Lippen oder Genitalien (Stevens-Johnson-Syndrom, LyellSyndrom, Erythema multiforme)
  15. Lichtempfindlichkeit
  16. Schwellung der Zunge und/oder des Halses
  17. Schluckbeschwerden
  18. Nesselsucht (Quaddeln)
  19. Atembeschwerden
  20. allergische Gesichtsschwellung (Quincke-Ödem/ Angioödem)
  21. starker Schwindel mit sehr schnellem Herzschlag und starken Schweißausbrüchen
  22. Gelbfärbung der Haut und der Augäpfel (schwere Leberzellschädigung, Gelbsucht)
  23. Fieber
  24. Hautausschlag sowie Vergrößerung der Nieren, was zu schmerzhaftem Harnlassen und Schmerzen im unteren Rückenbereich führen kann (schwerwiegende Nierenentzündung) und die bei möglichem Fortschreiten bis zum Nierenversagen führen kann
  25. Veränderungen oder kompletter Verlust des Geschmackssinns
  26. Sehstörungen wie verschwommenes Sehen
  27. Gelenkschmerzen
  28. Muskelschmerzen
  29. … und und und aber ich möchte dieses Buch ja nicht nur mit den Nebenwirkungen zu diesem einen Medikament füllen J

 

Und diese Nebenwirkungen können schon bei Bestimmungsgemäßen Gebrauch auftreten, der wiederum nur bis zu 8 Wochen dauern sollte und z.B. auch nur, wenn zu viel Magensäure das Problem ist. Es ist aber häufig auch zu wenig Magensäure das Problem. Sie können sich sicherlich vorstellen, dass eine dauerhafte Einnahme das Risiko für diverse Nebenwirkungen deutlich erhöht.

Mit anderen Worten eine Dauereinnahme wird auf lange Sicht meiner Meinung nach und nach Erfahrung auch aus dem Bekanntenkreis und diversen Foren definitiv zu gesundheitlichen Problemen führen. Das Problem hier ist nur zu erkennen, dass eben dieses Medikament mit seinen diversen negativen Auswirkungen der Auslöser dafür ist. So ist beispielsweise völlig unbekannt was die Reduktion anderer Säuredrüsen für Auswirkungen auf den menschlichen Organismus hat. Klar ist das hierdurch die Toxine im Körper steigen, da gewisse Funktionen gehemmt werden. Alleine dies führt zu einer Reihe weiterer gesundheitlicher Nebenwirkungen im Körper. Aber diese Folgen würden dann vermutlich nicht auf die Einnahme dieses Präparates durch Ihren Arzt erkannt.